Ich nehme meine Internet-Kanäle vorübergehend offline, um mich nach einer tiefen persönlichen Krise neu auszurichten.
Ich habe erkannt, dass mein bisheriges Handeln Grenzen verletzt und Unsicherheit ausgelöst hat – auch bei Menschen, die mir am meisten bedeuten. Dafür übernehme ich die volle Verantwortung. Ab jetzt priorisiere ich Heilung, Achtsamkeit und den Schutz privater Räume vor öffentlicher Sichtbarkeit.
Ich sehe heute sehr klar: Mein Fokus hat sich in vieles verrannt – privat wie aktivistisch.
Ein bestimmtes Ereignis hat mich tief getroffen und gleichzeitig geweckt. Ich erkenne nun, dass ich mich mitten in einem autistischen Burnout befand. Dadurch haben sich meine Belastungsgrenzen verschoben und bestimmte Muster unbewusst verstärkt. Mein Umfeld hat die Auswirkungen gespürt, lange bevor ich sie selbst wahrhaben wollte. Ich habe dadurch etwas unersetzlich Wertvolles verloren – und genau daraus ziehe ich konsequente Schlussfolgerungen.
Ich arbeite konsequent an mir – so wie ich es bereits 2021–2022 gelernt habe, als mir Achtsamkeit und innere Struktur halfen, eine herausfordernde Phase stabil zu gestalten.
Ich verändere meine Rolle im Aktivismus grundlegend. Es darf nicht sein, dass wenige Einzelpersonen dauerhaft die Last tragen, während Strukturen ausbrennen. Besonders in Berlin habe ich über Jahre eine Intensität an den Tag gelegt, die nicht nachhaltig war.
Es tut mir aufrichtig leid, dass ich euch durch meinen eigenen Druck manchmal zu viel abverlangt habe. In meiner Haltung, dass man „viele Proteste“ brauche, war ich oft ungeduldig und fordernd. Ich habe übersehen, dass nachhaltiger Aktivismus nur durch verteilte Verantwortung funktioniert. Dass ich so viel getragen habe, war kein Verdienst, sondern ein Zeichen fehlender Balance – und darunter hat auch unsere Zusammenarbeit gelitten.
Das werde ich künftig ändern – zu eurem und zu meinem Schutz.
Ich konzentriere mich künftig auf Strategie, Wertearbeit und Kampagnenkonzeption. Die operative Organisation von Protesten reduziere ich auf ein Minimum.
Mein zukünftiges Pensum ist bewusst begrenzt:
– 3 Queermany-Projekte (strategischer Fokus, keine alleinige operative Leitung)
– 3 Bündnis-Beiträge (unterstützend, keine alleinige Federführung)
– 2 Demo-Blöcke bei globalen Klimastreiks (punktuelle Teilnahme)
Ich werde keinen weiteren Burnout in Kauf nehmen. Meine Energie soll dort wirken, wo sie strukturell Sinn macht – nicht dort, wo sie mich und mein Umfeld erschöpft.
Nachhaltiger Aktivismus braucht Verbündete, nicht isolierte Einzelkämpfer*innen. Ich werde niemandem mehr hinterherlaufen oder mich verausgaben, wo keine Verbindlichkeit besteht.
Die kommende Zeit nutze ich, um gezielt Menschen und Gruppen einzubinden, die bereit sind, Verantwortung zu teilen. Mein Ziel für Ende Februar ist ein Neustart für Queermany Berlin sowie Queermany – mit klaren Strukturen, neuen Mitstreiter*innen und einer Arbeitsweise, die auf Kooperation statt Selbstausbeutung basiert und die Basis der Kampagnen- sowie Protestarbeit 2026 ermöglicht!
Nur in einem gesunden Umfeld kann eine Bewegung langfristig gegen Antifeminismus und Faschismus bestehen, ohne dass wir unsere Stabilität oder die Menschen, die uns wichtig sind, verlieren.
Ab Ende Februar richte ich meine Online-Präsenz vollständig neu aus. Social Media und dieser Blog werden künftig ausschließlich als professionelles Sprachrohr dienen – als Schriftstellerin, Verlegerin und strategische Bewegungsaktivistin.
Ich werde künftig keine Einblicke mehr in meine persönliche Welt geben. Weder zur Transition noch zu Autismus oder Themen, die mein direktes Umfeld betreffen. Die politische Landschaft hat sich verändert und Privatsphäre ist kein Luxus, sondern Schutz.
Berlin-Kommentar: Politik, FLINTA*-Sicherheit & Stadtgesellschaft
Mythos vs. Realität: Queerfeminismus & mediale Narrative
Politik erklärt: Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene verständlich aufbereitet
Weltlage für Aktivist*innen: Ukraine, Taiwan, EU-Sicherheit & geopolitische Dynamiken
Schreiben & Verlag (Pendreamy): Gesellschaftliche Themen literarisch verarbeiten – ohne Privates
Ich trete weiterhin leidenschaftlich für Queerfeminismus und Queermany ein. Aber zuerst übernehme ich Verantwortung für meine eigene Stabilität. Und egal, wie schwer es ist: Ich werde alles tun, um die Grundlage dessen zurückzugewinnen, was mir am wichtigsten ist – im Leben, in Freundschaften sowie besonders in Beziehungen.
Andere Bereiche treten bewusst in den Hintergrund:
Meine Tätigkeit in der Sexarbeit reduziere ich auf sehr seltene, exklusive Termine. Aktivistische Arbeit, die meinem Nervensystem schadet, beende ich konsequent.
Wir sehen uns voraussichtlich Ende Februar wieder, dann als Buchverlegerin des Pendreamy Buchverlags, Schriftstellerin, Bloggerin und queerfeministische Bewegungsaktivistin mit strategischem Fokus.
Bis dahin schaffe ich die Basis für meinen zukünftigen Weg – beruflich, aktivistisch und persönlich. Ich komme nicht „weniger“ zurück – sondern stabiler, klarer, balancierter und achtsamer. Meine Leidenschaft, meine Tiefe und meine Liebe für das Wichtigste werde ich nicht aufgeben.
„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ — Aristoteles